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Unilaterale biportale Endoskopie: Praktische chirurgische Erkenntnisse als Treiber der nächsten Generation der Wirbelsäulenpflege

Klinische Begründung der einseitigen biportalen Endoskopie

Die unilaterale biportale Endoskopie (UBE) ist eine fortschrittliche minimalinvasive Technik der Wirbelsäulenchirurgie, die darauf abzielt, die chirurgische Präzision zu verbessern und gleichzeitig Gewebetraumata zu reduzieren. Durch die Verwendung zweier unabhängiger Portale – eines für die Visualisierung und eines für die Instrumentierung – ermöglicht UBE Chirurgen im Vergleich zu endoskopischen Systemen mit einem Portal ein breiteres und klareres Operationsfeld. Diese Konfiguration kommt der Bewegungsfreiheit der offenen Chirurgie sehr nahe und behält gleichzeitig die Vorteile endoskopischer Ansätze wie geringeren Blutverlust und schnellere Genesung bei.

Klinisch wird UBE am häufigsten bei degenerativen Erkrankungen der Lendenwirbelsäule angewendet, einschließlich Bandscheibenvorfall, Spinalstenose und Foraminalstenose. Sein einseitiger Zugang in Kombination mit der beidseitigen Dekompressionsfähigkeit macht es besonders effektiv für komplexe Dekompressionsaufgaben ohne umfangreiches Muskeltraining.

Portalkonfiguration und Betriebseinrichtung

Ein entscheidendes Merkmal der unilateralen biportalen Endoskopie ist die Trennung des Betrachtungsportals und des Arbeitsportals. Dieses Design verbessert die Manövrierfähigkeit des Instruments und ermöglicht eine kontinuierliche Spülung, um ein klares Operationsfeld zu gewährleisten. Die richtige Platzierung des Portals ist entscheidend für die Effizienz und Sicherheit des Verfahrens.

  • Sichtportal: Nimmt das Endoskop auf und liefert ein stabiles, vergrößertes Operationsbild.
  • Arbeitsportal: ermöglicht die gleichzeitige Verwendung von Bohrern, Stanzen und Hochfrequenzgeräten.

Die unabhängigen Portale reduzieren den Andrang der Instrumente und minimieren die Notwendigkeit einer wiederholten Neupositionierung des Endoskops, was direkt zu kürzeren Operationszeiten beiträgt, sobald die Lernkurve überwunden ist.

Schritt-für-Schritt-Operationsablauf in UBE

Zugriffs- und Dekomprimierungsstrategie

Nach fluoroskopischer Bestätigung der Zielhöhe werden kleine Hautschnitte zur Portalerstellung vorgenommen. Es wird eine kontinuierliche Spülung mit Kochsalzlösung eingeleitet, um den Arbeitsraum zu erweitern und Blutungen zu kontrollieren. Die Knochenentfernung und die Dekompression der Bänder werden unter direkter endoskopischer Visualisierung durchgeführt, was eine präzise Dekompression der Nervenwurzeln bei gleichzeitiger Schonung der umliegenden Strukturen ermöglicht.

Hämostase- und Visualisierungskontrolle

Eine wirksame Blutstillung wird durch kontrollierten Spüldruck und Hochfrequenzkoagulation erreicht. Eine klare Visualisierung ist bei UBE unerlässlich, da sie sich direkt auf die chirurgische Genauigkeit auswirkt und das Risiko einer Nervenverletzung verringert.

UBE surgical tool biting forceps for ligamentum flavum cutting straight type

Indikationen und Fallauswahlkriterien

Die richtige Patientenauswahl spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der unilateralen biportalen Endoskopie. Obwohl die Technik vielseitig ist, ist sie bei klar definierten degenerativen Pathologien am effektivsten und nicht bei sehr instabilen Wirbelsäulenerkrankungen.

  • Bandscheibenvorfall mit ein- oder beidseitigen Symptomen
  • Stenose der Wirbelsäule im zentralen oder lateralen Recessus
  • Foraminale Stenose, die eine präzise knöcherne Dekompression erfordert

Vergleichende Vorteile gegenüber anderen endoskopischen Techniken

Im Vergleich zur endoskopischen Wirbelsäulenchirurgie mit einem Portal bietet die unilaterale biportale Endoskopie eine überlegene Instrumentenflexibilität und ein breiteres Operationsfeld. Dieser Vorteil führt zu einer verbesserten Effizienz beim Umgang mit hypertrophem Ligamentum flavum oder komplexer Knochenanatomie.

Aspekt Einseitige biportale Endoskopie Single-Portal-Endoskopie
Instrumentenfreiheit Hoch Begrenzt
Visualisierung Breit und verstellbar Feste Flugbahn
Lernkurve Mäßig Steil

Postoperative Ergebnisse und Genesungsvorteile

Patienten, die sich unterziehen Einseitige biportale Endoskopie Typischerweise erleben sie weniger postoperative Schmerzen, minimale Muskelschäden und kürzere Krankenhausaufenthalte. Eine frühzeitige Mobilisierung wird gefördert und viele Patienten kehren früher zu ihren täglichen Aktivitäten zurück als bei herkömmlichen offenen Eingriffen.

Aus langfristiger Sicht haben klinische Studien vergleichbare oder bessere Ergebnisse bei der Linderung von Symptomen und der funktionellen Verbesserung gezeigt, wenn die UBE von erfahrenen Chirurgen durchgeführt wird, was ihre zunehmende Akzeptanz in der modernen Wirbelsäulenpraxis untermauert.

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